Ich bin gut hier in Shanghai angekommen. Nach fast 4 Tagen lebt man sich so langsam ein. Aber mit dem Jetlag habe ich immer noch zu kämpfen. Aber ich denke das wird sich in den nächsten Tagen legen.
Ja der Kulturschock ist schon brutal. Und das nach 16 Stunden Anreise. Vom Flughafen bin ich dann mit dem Megalev, das ist der Transrapid, nach Shanghai gefahren. 430 km/h. War schon ne coole Sache. Anschließend hab ich mich dann in ein Taxi gesetzt und bin nach 35 Minuten Fahrt an der Metrostation Zhenping Road in der Nähe meiner Wohnung angekommen. Dort habe ich mich wie verabredet mit Nadine, einer Mitarbeiterin aus dem Office, getroffen. Sie hat mir die Wohnung gezeigt und erklärt wies weiter geht. Anschließend sind wir dann noch gemeinsam zur Polizei gegangen, um mich anzumelden. Das heißt nochmal nen blöden Wisch ausfüllen auf dem sowieso keiner ein Wort versteht. Naja so ist das hier halt. Danach bin ich nach Hause gegangen und hab meine Koffer ausgeräumt.
Am Tag drauf hab ich mich bereits zum Mittagessen mit Jörg getroffen, ein Studienkollege aus Furtwangen, der hier seine Thesis schreibt. Der Hammer war. Wir waren im IKEA essen. Ja und zwar am Sonntag. Die meisten Läden haben hier sowieso 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet.
Nun mal noch ein bisschen was zu den Eigenarten der Chinesen. Also sehr freundlich sind die Meisten nicht. Eher zurückhaltend. Außer wenn Sie dir was verkaufen wollen. Dann können Sie reden. Und wenn Sie kein Englisch sprechen, dann ignorieren Sie dich sogar. Trifft nicht auf alle zu. Die Mitarbeiter aus dem Office sind genau das Gegenteil. Es gibt Unterschiede.
Der Verkehr ist die Hölle auf Erden. UND ZWAR WORTWÖRTLICH! Hier muss man echt aufpassen dass man nicht umgefahren wird. Und ständig ist überall nur gehupe. Kein Vergleich zu uns. Überholt wird rechts und links, quer drüber und hlt immer gehupt. Und tausede von Rollern unf Fahrrädern sind unterwegs. Die schlängeln sich zwischendurch. Weiter mustern die Chinesen gerne einem wenn man Europäer ist. Daran muss man sich halt auch gewöhnen. Ständig wird man angeglotzt.
Ständig spucken die Chinesen irgendwo hin. Und zwar nachdem Sie sich nen Grünen aus dem Hals geholt haben. Aber so, dass man das nicht überhören kann.
Des weiteren sind Sie immer nur am drängeln und drängeln. Merkt man beim Einkaufen, beim Metro fahren, beim Bus fahren und vor allem beim Essen holen. Abropo Essen. Jedes zweite Haus in meinem Viertel ist ne Straßenküche. Und das rund um die Uhr. Morgens früh richt es schon nach Sojasoße und Gebratenem. Brutal, aber da bin ich vorsichtig. Bis jetzt hab ich mich noch nicht getraut sowas zu essen.
Naja so sind Sie halt.
So um wieder aufs Thema zurück zu kommen. Am Sonntag Abend sind wir dann nach Xuchang gefahren. Hoffe ich schreib das richtig. Da waren wir auf dem German Beer Fest. Da ist quasi ein Oktoberfest. Ein bisschen kleiner in China. War Megaklasse. Und eins ist sicher. Die Chinesen können kein Bier trinken.
Anschließend haben wir in nem Luxushotel übernachtet. Voll luxuriös, aber spotbillig hier. Blöd war nur, dass ich net richtig pennen konnte…der Jetlag…und als ich dann endlich geschlafen hab, hab ich verpennt….peinlich…gleich am ersten Tag. Aber keiner war böse. Fanden alle ganz witzig. Die kennen das ja mim Jetlag.
Am Montag war dann quasi mein erster Arbeitstag im Office in Shouzou. Das ist ganz in der Nähe von Xuchang. Wenigstens am ersten tag konnte ich dann noch mit meinen Chefs Linda und Jens arbeiten. Die sehe ich nun erst am 12. September wieder. So lange sind Sie unterwegs.
Abends haben wir uns dann auf die Rückreise nach Shanghai gemacht.
Heute war nun mein erster Tag im Shanghai Office. Mein eigentlicher Arbeitsplatz. Schönes neues Bürogebäude etwas außerhalb. Ne halbe Stunde mim Bus von meinem Apartment aus. Übrigens ich wohne im 19. Stock. Nicht schockiert sein. Das ist für Shanghaier Verhältnisse noch weit unten. Das höchste Gebäude hat 104 Stockwerke.
Und heute war es dann auch soweit. Meine erste Stäbchenmahlzeit. Naja hat ganz gut geklappt. Hab bloß zirka doppelt so lange gebraucht wie alle anderen. Aber des klappt schon denk ich. Nachmittags war ich dann noch mit Nadine in der Stadt unterwegs um was fürs Geschäft zu erledigen. Und vorhin hab ich mal die Küche geschrubbt und Wäsche gewaschen.
Ihr seht mir geht’s gut. Man lebt sich ein.
Ach so was ich noch vergessen hab. Meinen Webblock kann ich NICHT weiterschreiben. Die Seite ist für China gesperrt. Also müsst Ihr mit weiteren Emails vorlieb nehmen. Schade. Aber geht nicht anders. Ihr wisst ja, zu erreichen bin ich per Mail und aufm Skype. Aber denkt dran, ich bin 6 Stunden vorraus.
Liebe Grüße aus Shanghai
Euer Andy
Hallo Freunde und Kollegen von Andy,
leider hat Andreas von China aus keinen Zugriff auf diese Webseite. Deshalb werde ich versuchen diese Seite weiterzuführen und euch aktuell zu informieren.
Hans Franke

Hi Hans,
AntwortenLöschenHi Andy,
habe mit Interesse Deinen Blog gelesen.
Ich war in den 80er Jahren in Taiwan und hatte dort das "Vergnügen" chinesische Kaufleute kennenzulernen, die chinesische Küche und auch das Bier. "Tiger Beer" war damals das beste.
Die Chinesen sind m.E. alles klevere Geschäftlemacher und man muss aufpassen wie ein Lux, damit sie einem nicht über den Tisch ziehen.
Gruss und noch viel Erfolg in China.
Rolf Lehmann
P.S.
hatte mal in den 60ern in Furtwangen Elektronik und Regelungstechnik studiert :-))